Urteil zum Diesel-Fahrverbot – Was Sie wissen sollten.
Diesel-Fahrverbot-Urteil verursacht viel Wirbel und weitere Unklarheit bei Autofahrern, Firmen und Kommunen.
Hier der derzeitige Stand:

Der Ruf des Diesels hat schwer gelitten, obwohl es derzeit noch immer eines der effizientesten und saubersten (!) Antriebssysteme ist. Und nun drohen Dieselfahrern auch noch Einschränkungen, wenn sie durch deutsche Innenstädte fahren wollen. Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig ist der nächste Schritt dahin. 
Sieben Dinge, die man wissen sollte:

1. Wen es treffen würde, ist offen.
Das Urteil hat neben der Rechtmäßigkeit zu einem grundsätzlichen Fahrverbot auch entschieden, dass eine phasenweise Einführung von Verkehrsverboten zu prüfen sei, die in einer ersten Stufe nur ältere Fahrzeuge betreffe - etwa bis zur Abgasnorm Euro 4. 
Um die Verhältnismäßigkeit herzustellen, dürften Euro-5-Fahrzeuge nicht vor dem 1. September 2019 mit Verkehrsverboten belegt werden.
Klar ist, dass Benziner mit Stickoxiden keine Probleme haben. Denkbar wäre, in bestimmten Straßen gar keine Diesel zuzulassen oder nur solche, die der neuen EU-Abgasnorm Euro 6d entsprechen. Das wäre allerdings kaum zu kontrollieren, wenn es keine Kennzeichnung, etwa eine "blaue Plakette", gäbe. Die bisherigen Umweltzonen mit den roten, gelben und grünen Plaketten zur Feinstaub-Reduzierung sehen Ausnahmen vor – etwa für Traktoren, Krankenwagen oder Oldtimer.
(Hinweis zur Abgasnorm Euro 6d: Spätestens seit dem Dieselskandal und den Diskussionen um die blaue Plakette sind die Euro-Normen bei Autos in aller Munde. Die moderne Euro-6-Norm beinhaltet Grenzwerte für Kohlenwasserstoffe (HC), Stickoxide (NOx), Kohlenstoffmonoxid (CO), Nichtmethankohlenwasserstoffe (NMHC), Feinstaub und Partikel. Besonders die Stickoxide und Feinstaub gelten als klima- und gesundheitsschädlich, weswegen die Abgasnormen hier immer strenger nachjustiert werden. Die aktuelle Abgasnorm ist die Euro 6-Norm. Aber Vorsicht, Euro 6 ist nicht gleich Euro 6: Seit dem 1. September 2017 gelten schärfere Kriterien für die Abgasmessung. Statt im bisherigen NEFZ-Verfahren werden die Emissionen im WLTP- (Worldwide Harmonized Light-Duty Vehicles Test Procedure) und RDE-Zyklus (Real Driving Emissions) getestet. Die neue Norm Euro 6c gilt dabei für den WLTP-Zyklus, die Norm Euro 6d-Temp bzw. 6d für den RDE-Zyklus. Die Grenzwerte der Euro-6-Norm bleiben jedoch gleich, das heißt: Im Prüfstands-Messverfahren WLTP dürfen Benziner den NOx-Grenzwert  von 60 mg pro Kilometer nicht überschreiten. In der Straßenmessung RDE sind es 126 mg. Für Diesel gelten Grenzwerte von 80 mg und 168 mg. Der Unterschied zwischen Euro 6d und 6d-Temp liegt in dem Faktor, um den die Messung im RDE-Verfahren von den Prüfstands-Ergebnissen abweichen darf. Bis Ende 2019 gilt die Euro-6d-Temp, solange dürfen die Pkw im Realbetrieb noch 110 Prozent mehr Stickoxide ausstoßen als im WLTP. Ab dem 1. Januar 2020 dürfen es nur noch 50 Prozent mehr Abgase (Euro 6d) sein.)

2. Wo es Fahrverbote geben würde, ist offen.
Die Rede ist bei der Bundesregierung von "streckenbezogenen" Beschränkungen in Gebieten, in denen Grenzwerte gerissen werden. Das könnten also einzelne Straßen oder Straßenabschnitte sein.
Umweltschützer befürchten, dass vor allem um die Messstellen herum die Luft sauberer werden soll – dann hätte Deutschland vielleicht kein Problem mehr mit der EU, den Stadtbewohnern wäre aber nicht geholfen. Andererseits sind die Messstellen nicht willkürlich verteilt, sondern nach festen, ziemlich komplizierten Regeln, damit sie möglichst repräsentative Ergebnisse liefern.

3. Dutzende Städte kommen in Frage.
Messstellen in München, Stuttgart und Köln wiesen die schlechtesten Werte 2017 aus. Zu den 37 Städten, deren Grenzwert-Überschreitung für das vergangene Jahr schon jetzt sicher ist, gehören aber auch kleinere, etwa Reutlingen, Heilbronn, Darmstadt, Limburg an der Lahn oder Tübingen. Die Werte hat das Umweltbundesamt veröffentlicht.

4. Die Luft ist sauberer geworden.
Die neueste Diesel-Generation ist sauberer, die Städte tun schon einiges für ihre Luft, Software-Updates verbessern die Abgasreinigung von Millionen Autos. All das zeigt Wirkung. An vielen Messstationen sind die Stickoxid-Werte 2017 deutlich niedriger ausgefallen als 2016, wie das Umweltbundesamt auflistet. Nur: Es reicht eben noch nicht. Schätzungen zufolge dürften 70 Kommunen weiterhin zu hohe Werte haben, noch liegen nicht alle Daten vor.

5. Eine Gesundheitsgefährdung ist real.
Experten des Umweltbundesamts haben viele Studien zur Gefahr von Stickoxiden ausgewertet. Trotz einer nach eigenen Angaben sehr vorsichtigen Rechnung kam heraus: Mindestens 6.000 Menschen im Jahr sterben in Deutschland vorzeitig alleine an Herz-Kreislauf-Krankheiten, die von Stickoxid ausgelöst werden. Wissenschaftler gehen davon aus, dass auch Schlaganfälle, Lungenerkrankungen wie Asthma oder COPD sowie Diabetes durch Stickoxide ausgelöst oder verschlimmert werden können. Die EU, die anders rechnet, geht von 10.400 vorzeitigen Todesfällen aus.

6. Hardware-Nachrüstungen sind nicht vom Tisch.
Bisher lassen die Autobauer nur neue Software aufspielen, um die Abgasreinigung zu verbessern - neue Bauteile lehnen sie als ineffizient ab. Spannend ist, was in einem Gutachten für eine Expertengruppe unter Leitung des Verkehrsministeriums dazu steht. Im Koalitionsvertrag haben Union und SPD Hardware-Nachrüstungen an zwei Bedingungen gekoppelt: Sie müssten "technisch möglich und wirtschaftlich vertretbar" sein. Ersteres dürfte klar zu beantworten sein – das zweite ist wohl eher eine Ermessensfrage.

7. Für die Zukunft könnten auch Benziner betroffen sein.
Die Deutsche Umwelthilfe, die durchaus umstritten ist, da sie mit Abmahnungen und Steuergeldern für Förderungen Millionen verdient, hat bereits angekündigt, dass sie bereits darauf hinarbeite, ein gleiches Verfahren für Benzin-Fahrzeuge umzusetzen, da diese einen zu hohen Partikelausstoß haben. Somit wären dann unter Umständen in ein paar Monaten oder Jahren auch Benzin-Fahrzeuge betroffen.
Wer mehr darüber wissen möchte, kann hier die Hintergründe erlesen.
Was ist eigentlich ein EU-Fahrzeug?

Bei einem EU-Fahrzeug handelt es sich um ein KFZ, der - wie alle anderen Fahrzeuge innerhalb einer Modellpalette eines Herstellers – im gleichen Werk produziert, aber für andere Länder der Europäischen Union produziert wird.

Es findet jedoch zum tatsächlichen Verkauf eine Überführung aus einem EU-Land nach Deutschland statt.
Was sind "deutsche" Fahrzeuge im Vergleich zu EU-Fahrzeuge?

Autohersteller bauen ihre Fahrzeuge für alle Märkte, meistens sogar im gleichen Werk. Da machen weder Audi, VW, Skoda, Nissan oder Opel, Ford, BMW und Kia eine Ausnahme.

Zwei Kriterien sorgen jedoch dafür, dass sich Preise und Ausstattungen von ein und demselben Modell unterscheiden:

1. Unterschiedliche Bedingungen und Anforderungen in einzelnen Ländern

Autokäufer aus dem Land A legen z. B. mehr Wert auf die Sicherheit im Auto, die Käufer im Land B vielleicht auf Multimedia oder bestimmte Komfort-Ausstattungen.
Diese unterschiedlichen Kundenwünsche können zu generellen Unterschieden in den Ausstattungen führen.
"Deutsche" Fahrzeuge sind also nicht von besonderer Qualität, wurden nicht mit anderen Rohstoffen oder gar ausschließlich in Deutschland produziert, sondern wurden lediglich nach den häufigsten Wünschen der Deutschen konfiguriert. 

Wenn Sie sich für ein bestimmtes Modell aus unserem Angebot interessieren, rufen Sie uns einfach an. Wir beraten Sie gerne zu unterschiedlichen Ausstattungen und geben Ihnen Informationen zu den Vorteilen gegenüber Fahrzeugen vom Markenhändler.

2. Unterschiedlich kalkulierte Netto-Verkaufspreise

In Staaten mit einer höheren Mehrwertsteuer und in Staaten, in denen Autos als Luxusgüter noch zusätzlich besteuert werden, sind die Netto-Verkaufspreise für Neuwagen entsprechend niedrig, damit ein Auto für die Bürger dieses Landes überhaupt noch bezahlbar ist (z. B. in Dänemark mit einer Mehrwertsteuer von 25% und einer Zulassungssteuer von 105% bzw. 180%). 
Das günstige Angebot für einen EU-Neuwagen kann sich beispielsweise aus einer dem Land und seinen Steuern angepassten Preisen der Autohersteller ergeben.

Zusätzlich haben die Autohersteller unterschiedliche Richtlinien in ihrer Preispolitik.
In einem EU-Land, das wirtschaftlich stark ist, in dem die Menschen im Durchschnitt eine relativ hohe Kaufkraft haben, in denen beispielsweise die Inflation im Verhältnis zu anderen Staaten geringer ist, in diesen Ländern kann dem Grunde nach auch ein höherer Preis durchgesetzt werden.
Wie sieht's mit der Garantie und Gewährleistung aus?

Solange es sich bei Ihrem Wunschfahrzeug um einen Neuwagen aus der Europäischen Union handelt, brauchen Sie sich im Bezug auf Garantie- und Gewährleistungsansprüche keine Sorgen machen. Die Ansprüche gelten nämlich im kompletten EU-Bereich.
Alle Vertragswerkstätten in Deutschland sind verpflichtet, entstehende Ansprüche aus Gewährleistung oder Garantie zu bearbeiten.


Alle von uns angebotenen EU-Neuwagen haben meistens einen deutschen amtlichen Fahrzeugbrief. In wenigen Fällen erledigt das auch direkt die Zulassungsstelle. Keiner unserer EU-Neuwagen hatte weder in Deutschland noch im Ausland eine Zulassung. Sie werden bei der Zulassung des Fahrzeugs als Erstbesitzer eingetragen.

Natürlich haben wir auch Fahrzeuge mit Tageszulassungen; diese werden gesondert durch uns gekennzeichnet.
Ich möchte mein KFZ lieber selbst im Ausland kaufen. Was muss ich beachten?

Mit dem Wegfall der Grenzen innerhalb von Europäischen Union sind auch viele Handelsbeschränkungen gefallen. EU-Bürger haben jederzeit das Recht und die Möglichkeit, Waren auch in anderen EU-Mitgliedsländern zu kaufen. Das betrifft nicht nur den Einkauf im Internet, sondern auch Fahrzeuge. Damit können Sie grundsätzlich als Privatperson ein Auto aus dem Ausland importieren. Jedoch ist der Verwaltungsaufwand keinesfalls zu unterschätzen. 

Ein weiterer Punkt ist das Finanzamt. Sie haben nach der Einführung genau zehn Tage Zeit, die fällige Mehrwertsteuer beim Finanzamt unter Vorlage der Originalrechnung zu begleichen. So kann das vermeintliche Schnäppchen aus dem Ausland eine teure Angelegenheit werden.

Beim Fahrzeugkauf im Ausland spielt ebenfalls das COC eine entscheidende Rolle. Dabei handelt es sich um ein Dokument, das die Zulassungsstelle gleichfalls benötigt.

Einen reibungslosen Ablauf können Sie nur dann realisieren, wenn Sie sich gut auf den Autokauf vorbereiten und sich bestenfalls Unterstützung von einem Experten holen. 

Sind die Preise von Bögelsack die Endpreise?

Ja natürlich.
Der von uns genannte Preis versteht sich als Endpreis frei Halberstadt.
Es erfolgt keine Extraberechung von bestimmten Sonderausstattungen, Überführungskosten oder Ähnlichem.

Wenn Sie bei uns ein EU-Fahrzeug kaufen, übernehmen wir alle Formalitäten für Sie, sofern Sie es wünschen. 
Sie erhalten zulassungsfähige Papiere und eine Rechnung mit ausgewiesener Mehrwertsteuer, die wir an das Finanzamt entrichten.